LAWI-Landtechnik-Center GmbH

Tandem Workshop bei der LAWI-Landtechnik-Center GmbH im Kammerbezirk Cottbus

 „Was macht eigentlich ein*e Land- und Baumaschinenmechatroniker*in?“

Spannende Einblicke und einen fachlichen Austausch bot am 15. September 2020 der Tandem Workshop in Röderland, im Landkreis Elbe-Elster. Vertreter*innen von vier Oberschulen und zwei Gymnasien besuchten die LAWI-Landtechnik-Center GmbH, um den Betrieb kennenzulernen, Einblicke in den Praxisalltag zu erhalten sowie gemeinsam fächerübergreifende Praxislernaufgaben mit Berufsbezug zu entwickeln. Zwei Mitarbeiter und der Geschäftsführer der LAWI GmbH Uwe Eckelmann, der Geschäftsführer der Innung Land- und Baumaschinentechnik Berlin und Brandenburg Olaf Boche sowie die beiden Praxislernberater*innen Ole Petersson und Agnes Lemme begleiteten die Lehrkräfte durch die Veranstaltung.

Nach einer kurzen Einführung in das Thema Praxislernen in Betrieben nach VV BStO 2016 durch die Koordinierungsstelle Praxislernen stellte Herr Eckelmann sein Unternehmen vor. Er gab einen Überblick über mögliche Ausbildungsberufe in dem Berufsfeld und erläuterte die Rahmenbedingungen für eine Ausbildung als Land- und Baumaschinenmechatroniker*in im Land Brandenburg.

Bei der anschließenden Betriebsbesichtigung lag der Fokus auf den Einsatzmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern sowie möglichen Themen für Praxislernaufgaben. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die einzelnen Betriebsbereiche, lernten die Zusammensetzung und Funktionsweise eines Motors am Beispiel eines Maishäckslers kennen und durften sich in das Cockpit eines Mähdreschers setzen, um mehr über die digitale Steuerung und Wartung der Landmaschinen zu erfahren.

Im Anschluss an eine gemeinsame Mittagspause begannen die Lehrkräfte mit der Ideensammlung für Praxislernaufgaben im Unternehmen für Landmaschinen und Nutzfahrzeuge. Nach einem Austausch zu den erarbeiteten Inhalten blickten die Teilnehmenden mit den Vertretern der Wirtschaft auf Gelingensbedingungen für eine tragfähige Kooperation zwischen Schule und Betrieb. Gemeinsam erörterten sie Fragen bezüglich der Betreuung während der Praxistage, Ansprechpartnern, möglichen Organisationsformen, Präsenz der Betriebe an Schulen sowie einer verstärkten Einbindung der Eltern.

Die Veranstaltung wurde von allen Teilnehmenden als gelungen bewertet. Die Teilnehmenden konnten für ihre weitere Arbeit neue Ideen für den Unterrichtsgestaltung mitnehmen. Zudem ist das Interesse an Tandem Workshops zu weiteren Berufsfeldern sehr hoch. „Die Verbindung zwischen persönlichem Austausch mit praktischen Einblicken in den Betrieb hat mir sehr gut gefallen,“, so eine Teilnehmerin. „Auf dieser Grundlage kann ich an der Weiterentwicklung von fächerübergreifenden Praxislernaufgaben gut anknüpfen“. Auch Herr Eckelmann war zufrieden und möchte künftig an Schulen seinen Betrieb mit seinen Ausbildungsangeboten verstärkt vorstellen.

Herr Boche sieht bei den Tandem Workshops zudem einen hohen Mehrwert durch den gegenseitigen Perspektivwechsel „Aufgrund des persönlichen Austausches kann ich die Sichtweise der Schulen viel besser verstehen,“ sagte er „ gleichzeitig wird mehr Transparenz für die betriebliche Seite ermöglicht. Das ist für die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb eine wichtige Voraussetzung“