Landesweiter, digitaler Erfahrungsaustausch Praxislernen

„Voneinander profitieren“ − das war der 3. landesweite Erfahrungsaustausch zum Praxislernen

Am Mittwoch, den 9. Juni 2021, war es endlich wieder soweit: Nach langer coronabedingter Veranstaltungspause kamen 29 Teilnehmende aus Schule, Wirtschaft und Bildungsbranche online zusammen, um sich gemeinsam digital zum Thema Praxislernen auszutauschen.

Zunächst berichtete die Netzwerk Zukunft-Regionalkoordinatorin Andrea Zimmermann von einem guten Beispiel der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule in Eberswalde, wie das Kollegium in die Erstellung von Praxislernaufgaben eingebunden werden konnte. Dazu erläuterte sie Ablauf und Gestaltung der Zusammenarbeit mit der überbetrieblichen Bildungsstätte und nannte die positiven Effekte für die Schule. „Die Lehrkräfte erhielten nicht nur wertvolle Praxiseindrücke, sondern erkannten auch den fächerübergreifenden Mehrwert von Praxislernen“ sagte Andrea Zimmermann.

Dann stellte Praxislernberaterin Agnes Lemme das Format Tandem-Workshop vor, in dem Lehrkräfte potenzielle Praxislernorte für ihre Schüler*innen kennenlernen und zusammen mit dem Betrieb vor Ort adäquate Lernaufgaben entwickeln. Ergänzend wurden Materialien aufgezeigt, welche wertvolle Orientierung zur Gestaltung von Praxislernaufgaben bieten. „Das Besondere an den Tandems ist, dass sich neben der inhaltlichen Gestaltung der Lernaufgaben zugleich zukünftige Kooperationspartner kennenlernen können,“ ergänzte Praxislernberater Mathias Weißbach.

Nach den kurzen Inputs folgte eine interaktive Arbeitsphase. Über das kollaborative Digitaltool CryptPad wurden Themenvorschläge der Teilnehmenden gemeinsam zusammengetragen und diskutiert. Der Bedarf am Austausch von Praxislernaufgaben wurde ebenso thematisiert, wie das Interesse an Vernetzung der Schulen beispielsweise über Paten- oder Partnerschulen. Empfehlungen von praxisnahen BO-Angeboten aufgrund des coronabedingten Ausfalls von Praxislernen wie z.B. virtuelle Messen sowie die Nutzung der Schulcloud für Praxislern-Angebote wurden miteinander geteilt. Weitere Themen waren die Erstattung der Fahrtkosten sowie die Frage: „Wie kann ich mein Kollegium für das Praxislernen motivieren?“

Die im Rahmen der Veranstaltung kontrovers und konstruktiv besprochenen Punkte werden auch weiterhin im Fokus der Beratungsangebote der Koordinierungsstelle Praxislernen stehen.

Eine spannende Veranstaltung! Wir danken allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für den informativen Austausch!

_______________________________________________________________________________________________

„Augenhöhe, Austausch, Engagement – Kooperation von Schule und Betrieb“

Am 2. September 2020 lud die Koordinierungsstelle Praxislernen wiederholt zum digitalen landesweiten Erfahrungsaustausch. Dieses Mal mit dem Fokus auf der erfolgreichen Gestaltung von Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben. Das Thema wurde von den Teilnehmenden der vergangenen Veranstaltungen wiederholt gewünscht. So kamen wir diesem Wunsch nach und luden Uwe Buscha, BO-Koordinator der Grund- und Oberschule Müllrose, und Kerstin Hansmann, Geschäftsführerin der Metall- und Balkonbau Hansmann GmbH, Jacobsdorf, ein. Beide pflegen seit längerer Zeit eine gut gelingende Kooperation und können viel von ihren Erfahrungen zur Anbahnung, Gestaltung und Pflege von Kooperationen berichten.

Insgesamt 24 Personen haben teilgenommen. Darunter Schulleitungen sowie Lehrkräfte von zehn Schulen aus allen Kammerbezirken sowie Vertreter*innen des Netzwerk Zukunft e.V., von kobra.net, der Handwerkskammer Potsdam, der IHK Ostbrandenburg und der Koordinierungsstelle Praxislernen.

Zu Beginn der Veranstaltung interviewte Praxislernberater Ole Petersson Kerstin Hansmann und Uwe Buscha zu ihrer gemeinsamen Zusammenarbeit und dessen Rahmenbedingen. Dabei erhielten die Teilnehmenden nicht nur Einblicke darüber, wie es zu dieser Zusammenarbeit kam und wie sich diese mittlerweile gestaltet. Sie erfuhren darüber hinaus auch viel über die verschiedenen Situationen der Schule und der Betriebe, welche Herausforderungen auf beiden Seiten bestehen und wie es trotzdem gelingen kann eine gut gelingende Kooperation auf- und auszubauen.

„Eine Kommunikation auf Augenhöhe ist bei der Kooperation zwischen Schule und Betrieb sehr wichtig,“ sagte Kerstin Hansmann. Uwe Buscha ergänzte „Schulen und Betrieb habe zwei ganz unterschiedliche Planungszeiträume, hier gilt es, sich vorausschauend abzusprechen, damit eine gute Zusammenarbeit gelingen kann.

Daran anschließend machten sich die Teilnehmenden über das Online-Arbeitstool CryptPad mit der sogenannten Kopfstandmethode gemeinsam darüber Gedanken, welches Verhalten sich bei Kooperationen negativ bzw. positiv auswirken könnte. Die Sammlung der Beiträge war sehr vielseitig und bot eine gute Grundlage für die daran anschließende Austauschrunde. Die Teilnehmenden berichteten von eigenen Erfahrungen und entwickelten gemeinsam mögliche Handlungsempfehlungen. Dabei wurde deutlich, dass verbindliche Absprachen für beide Seiten eine wichtige Grundlage für eine gelingende Zusammenarbeit darstellen. Sowohl die schulischen als auch die betrieblichen Akteure wünschen sich, einen festen Ansprechpartner zu haben, der gut erreichbar und auskunftsfähig ist.

Bevor abschließend noch ein Feedback und eine Informationsabfrage mit dem digitalen Umfragetool mentimenter durchgeführt wurden, stellten Ole Petersson und Agnes Lemme noch ein hilfreiches Formular zur Unterstützung von Kooperationspartnerschaften zwischen Schule und Betrieb vor. Dieses wurde von der Europaschule Storkow erstellt und dankenswerter Weise der Koordinierungsstelle Praxislernen für die Weitergabe an Schulen zur Verfügung gestellt. Es wird interessierten Schulen gern auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Wir danken allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für den informativen Austausch!

_______________________________________________________________________________________________