Neuer Praxislern-Berater Dr. Mathias Weißbach im Interview

Seit Anfang März verstärkt Dr. Mathias Weißbach das Beratungsteam der Koordinierungsstelle Praxislernen. Der promovierte Germanist und Erwachsenenpädagoge verfügt über fachliches Know-how und langjährige Erfahrung in der Beratung, Koordination und im Management von Projekten zu Digitalisierung, Wissenstransfer und kommunalen Bildungslandschaften u.a. bei der Kultusministerkonferenz, im Hochschulbereich und in brandenburgischen Landkreisen. Er begleitet und berät neben unserer Praxislern-Beraterin Agnes Lemme Brandenburger Schulen bei der qualitativen Einführung und Umsetzung von Praxislernen und fördert den fachlichen Austausch zwischen den Schulen und der Wirtschaft Brandenburgs.

Lieber Herr Dr. Weißbach, nochmal ein Herzliches Willkommen in der Koordinierungsstelle Praxislernen. Sie sind jetzt seit knapp einen Monat an Board. Auf welche Aufgaben freuen Sie sich am meisten?

Es warten sicher einige spannende Projekte in dieser dritten Förderperiode auf das Team. Ich persönlich freue mich auf den Austausch mit den Schulen, die sich für das Praxislernen als Format der Beruflichen Orientierung interessieren. Mich überzeugt das Konzept sehr. Ich möchte schulische Akteure an dieser Überzeugung teilhaben lassen und sie bei der Gestaltung dieses wichtigen Bausteins zur Entwicklung der Berufswahlkompetenz von jungen Menschen unterstützen.

Was macht das Praxislernen in Ihren Augen so einzigartig?

Praxislernen als Ansatz für die Berufliche Orientierung an brandenburgischen Schulen hat meiner Ansicht nach ein Alleinstellungsmerkmal, weil es so offen gestaltbar ist. Die individuelle Entwicklung der Berufswahlkompetenz bei jungen Menschen wird bestmöglich unterstützt. Durch die Einbettung in das schulische Konzept der Beruflichen Orientierung und durch die Verbindung des schulinternen Curriculums mit außerschulischem Lernen verknüpfen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ihre schulisch vermittelten Inhalte mit berufspraktischen Tätigkeiten. Schulische Bildung wird automatisch als unmittelbar relevant für die eigene berufliche Laufbahn wahrgenommen. Praxislernen stärkt junge Menschen – also unsere Fachkräfte von morgen – dabei, eine passende Berufswahl zu treffen. Das macht Praxislernen in meinen Augen so besonders.

Mit Blick auf Ihre zukünftigen Aufgaben in der Koordinierungsstelle: Welche relevanten Erfahrungen bringen Sie hierfür mit?

Ich denke, dass meine beruflichen Erfahrungen insbesondere im Hochschulbereich vor allem für die geplante Ausweitung von Praxislernen auf Gymnasien hilfreich sein werden. Gerade in Bezug auf die Anforderungen an junge Menschen im Hochschulbereich kann ich sicherlich einiges ableiten.
Zudem hoffe ich meine erworbenen Kenntnisse aus kommunalen Bildungsprojekten in die Entwicklung von regionalen Angeboten zur Stärkung von Schule-Wirtschaft unterstützend einbringen zu können. Die Schwerpunkte der Koordinierungsstelle liegen seit dem Beginn der Förderung 2017 in der Beratung von Schulen. Die Kolleginnen und Kollegen haben viele praktisch erprobte Instrumente und Materialien erarbeitet. Im fünften Jahr der Projektförderung werden wir einen konzeptionellen Blick darauf werfen und konzeptionelle, aber auch strategische Weiterentwicklungen für die Anwendung in digitalen Kontexten und Formaten vornehmen. Meine Erfahrungen als Projektmanager kann ich hier gut einbringen.

In Bezug auf die derzeitige Krise: Was wird Ihrer Ansicht nach künftig für ihre Aufgaben eine besonders wichtige Rolle spielen?

Die Bewältigung der Corona-Pandemie und das Einstellen auf neue Formen der Interaktion und des Arbeitens beschäftigt uns alle sehr. Ich glaube, gerade jetzt gilt es, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam Perspektiven zu entwickeln. Um Schulen bestmöglich bei ihren Aufgaben der Beruflichen Orientierung zu unterstützen, entwickelt das Team der Koordinierungsstelle seine Angebote zur Beratung, Organisation und Umsetzung des Praxislernens in Schulen und Betrieben kontinuierlich weiter. Ich würde mich sehr freuen auch hierbei meine Erfahrungen im digitalen Arbeiten sowie der Beratungstätigkeit unterstützend einbringen zu können.

Vielen Dank!

Zur Teamvorstellung der Koordinierungsstelle Praxislernen geht es hier.

Aussetzen von Praxislernen am Praxislernort im 1. Quartal 2021

In Abstimmung mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) des Landes Brandenburgs informierte die Koordinierungsstelle Praxislernen am 22. Januar 2021 alle Schulen die Praxislernen im Land Brandenburg durchführen darüber, dass im 1. Quartal 2021 kein Praxislernen am Praxislernort stattfindet.

Dies entspricht auch den Informationen, die seitens des MBJS mit Schreiben vom 5. Januar 2021 zur Durchführung aller in Präsenz stattfindenden INISEK I-Projekte sowie mit Schreiben vom 6. Januar 2021 zur Durchführung von Schülerbetriebspraktika an die Schulen gegeben worden sind. Mit genannten Schreiben wurde sowohl die Durchführung von Schülerbetriebspraktika als auch die Durchführung von Präsenz-Projekten im Rahmen des Förderprogramms INISEK I im 1. Quartal bzw. im Zeitraum vom 4. Januar 2021 bis zum 26. März 2021 untersagt. Die Bestimmungen zum Aussetzen von Maßnahmen der Berufs- und Studienorientierung wurden um das Aussetzen der Durchführung von Praxislernen an Praxislernorten ergänzt. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie das Praxislernen mit oder ohne INISEK I-Förderung durchführen.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch weiterhin für Beratungen zur Einführung und Umsetzung von Praxislernen in Betrieben zur Verfügung und unterstützen Sie gerne mit unseren Online-Veranstaltungen sowie Praxislern-Materialien.

Gerne können Sie sich hierzu auch an unsere Praxislern-Beraterin Agnes Lemme (0331 2011 8566; beratung@praxislernen.de) wenden.

Spannende Einblicke und wertvolle Inputs bei der digitalen Fachtagung Praxislernen 2020

Am 4. November 2020 fand unsere digitale Fachtagung „Praxislernen: Gemeinsam auf dem Weg. Bewährtes verankern. Neues entwickeln.“statt.

Über 90 Schulen, Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik sowie Akteure der Beruflichen Orientierung nahmen an einem vielseitigen Programm mit spannenden Inputs und gemeinsamen Austausch teil. In einer Keynote zum Thema „Challenge Change – Potenziale von Veränderungen nutzen“ und in spannenden Workshops erhielten sie konstruktive Anregungen für die Einführung und Umsetzung von Praxislernen.

Weitere Informationen finden Sie unter Fachtagung 2020.

Erster landesweiter digitaler Erfahrungsaustausch Praxislernen erfolgreich durchgeführt

Unter dem Motto: Virtuell austauschen, vernetzen und voneinander lernen“ tauschten sich am Mittwoch, den 3. Juni 2020, 28 interessierte Lehrkräfte von Ober- und Gesamtschulen sowie Schulen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“, Kooperationspartner und Akteure der Beruflichen Orientierung beim ersten digitalen Erfahrungsaustausch zum Thema „Praxislernen & Digitalisierung“ aus.

Die impulsgebende Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen”, Brandenburg a. d. H. stellte dabei ihr BO-Konzept in Bezug auf die Umsetzung von Praxislernen nach VV BStO 2016 vor und gab praxisbezogene Einblicke in den Einsatz digitaler Lernplattformen zur Unterstützung des Praxislernens. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Akquise und Gestaltung von Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben.

Den ausführlichen Bericht zu der spannenden Veranstaltung finden Sie hier.

 

Terminverschiebung: Tandem-Workshop bei der BB Obst GmbH (ursprünglich am 22.04.2020)

Leider müssen wir den Tandem-Workshop „Erstellen von Praxislernaufgaben“ im Betrieb BB Brandenburger Obst GmbH am Mittwoch, den 22.04.2020 auf Grund der momentanen Situation verschieben.
Einen Alternativtermin geben wir zeitnah auf dieser Seite bekannt und informieren die Teilnehmenden zudem per Email.
Wir  freuen uns darauf, Sie in (hoffentlich absehbarer) Zukunft bei der Veranstaltung begrüßen zu können.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund.
Ihr Team von der Koordinierungsstelle Praxislernen

Coronavirus: Koordinierungsstelle Praxislernen steht weiterhin für Beratung zur Verfügung.

Aufgrund der aktuellen Situation überprüfen wir laufend, ob unsere geplanten Veranstaltungen stattfinden können. Sollten Veranstaltungen verschoben werden oder ausfallen, geben wir es an dieser Stelle bekannt und kontaktieren die Teilnehmenden.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch weiterhin telefonisch (0331 – 2011 85 67 ) und per Mail (beratung@praxislernen.de) für Beratungen zum Praxislernen in Betrieben zur Verfügung.

Bis dahin: Bleiben Sie gesund!

Ihr Team von der Koordinierungsstelle Praxislernen